70% Nachlass und immer noch teurer als beim Küchenspezialisten

Den Service muss der Kunde selbst liefern:

Das haben die griesgrämigen Verkäufer nun davon, wir die Kunden, haben uns emanzipiert. Wir räumen unsere Teller selber weg, wiegen die Bananen ab, ziehen sie im Supermarkt über den Scanner, klettern Regale hoch, um das letzte Billy Regal (Birke) auf den Einkaufswagen zu wuchten und schrauben es unter Anleitung der Geliebten auf dem Wohnzimmerboden zusammen. Es stört uns nicht, wenn die Türen mehr oder weniger schief vor den Schränken hängen, sondern sind des Lobes unserer Montageleistung aus dem Freundeskreis sicher. Wir sind modern und unsere Fachkenntnis wächst von Jahr zu Jahr. Wir helfen scheinbar ziellos suchenden Kunden im Baumarkt, denn wir wissen in welchem Regal die Spaxschrauben 1,6 x 3,2 zu finden sind oder weisen Anfängern den Weg zur 60 Watt Glühlampe mit E-Fassung. Wir erklären unwissendem Personal den Unterschied zwischen Kettensäge und Baumschere. Wir sind die perfekten Kunden, sind längst zu Teilzeitmitarbeitern (ohne Bezahlung und Abzug lästiger Sozialabgaben) der Unternehmen geworden. Unser Mindestlohn ist der Rabatt – 20%, aber nur Samstags und nicht auf Tiernahrung. Wir sind willige und billige Arbeitskräfte mit Fachwissen und Erfahrung, wir programmieren unseren Telefonanschluss selbst (wieder 70 Euro gespart) und warten geduldig auf die Tonbandstimme der Servicehotline, die uns erklärt, dass unsere Daten gespeichert werden, uns aber leider sonst nicht weiterhelfen kann.

Wie geduldig ist der Konsument? Welche Aufgaben lassen sich ihm noch übertragen? Mir scheint die Grenze ist erreicht. Ich jedenfalls bin es leid, freiwilliger Freizeitmitarbeiter zu sein, bin es leid Nummern ins Handy zu drücken, um bei den Hotlines der Banken und Telefongesellschaften dann doch von Billigst-Servicekräften, statt von Experten beraten, stopp, abgefertigt zu werden. Ich protestiere, ich räume meine Teller nicht mehr selber weg. Ich lasse mich nicht weiter dressieren, ich glaube die Rabattversprechen nicht mehr – beim Möbelkauf schon gar nicht, beim Küchenkauf erst recht nicht. Beim Küchenkauf ist es ähnlich wie beim Brillenkauf. Gleitsichtbrille 99 Euro inklusiv Brillengestell. Ich brauche eine neue Brille. Also habe ich mir einen 100 Euroschein eingesteckt und bin in die Stadt gefahren.

„Worauf legen Sie denn Wert?“, fragt die Verkäuferin. Ich zucke mit den Schultern und dann fällt mir ein: „Dass ich gut sehen kann.“ „Aha sagt sie, also auf ein breites Sichtfeld. Soll sie entspiegelt sein?“ Ich nicke. „Bevorzugen Sie Glas oder lieber superleichte  Komfortkunststoffgläser?“ Ich nicke. „Gut, ich rechne mal eine kratzfeste Beschichtung dazu.“ Sie rechnet. 745 Euro, ich werde erst blass, dann rot, dann laut. „Gut,“ sagt sie, „wenn sie auf die Vorteile einer Versicherung verzichten wollen, dann sind es nur noch 598 Euro.“ Ich  verzichte darauf erst blass, dann rot zu werden, halte ihr erst unlautere Werbung, dann Betrug vor. „Sie können gerne ein Modell für 99 Euro haben, ich kann Ihnen aber nicht garantieren, dass die Fassung schon Morgen aus der Bohrung im Glas herausbricht.“ Ich drohe mit der Presse. Sie schenkt mir die Fassung. Ich brauche eine Brille, unterschreibe, zahle 100 Euro an und vereinbare die Restzahlung über 399 Euro bei Abholung zu entrichten. Schade, dass ich die Brillenerfahrung erst nach dem Kauf meiner Küche gemacht habe, dann wäre ich gewarnt gewesen.

70% Nachlass auf 28.000 Euro für eine Küche, wer will nicht 19.600 Euro sparen. Ich hab´s geglaubt, gut ich habe dann 15.000 Euro bezahlt, weil ich auch Schubladen und Auszüge haben wollte, dafür wurde mir aber die Granitarbeitsplatte geschenkt. Meine Euphorie hat gehalten bis meine Brille endlich fertig war und mein Freund zur Einweihung kam. Der wohnt unter mir in der Wohnung mit gleichem Grundriss und seine Küche ist das gleiche Modell. Er hat ohne Rabatt beim Küchenspezialisten gekauft – für 12.600 Euro, mit Schubkästen und Auszügen und Granitarbeitsplatte. Ich protestiere. Ich räume nicht nur meine Teller nicht mehr selber weg, ich schraube keine Regale mehr zusammen, ich misstraue jeglichem Rabatt, ich bin doch nicht blöd.

So finden Sie uns
Wir sind Mitglied der Gemeinschaft führender Küchenspezialisten in Europa: www.derkreis.de
Wir machen das schön.

Achten Sie bei der Wahl Ihres Küchenspezialisten immer auf den roten Handschuh. Er ist das Erkennungszeichen der zertifizierten Küchenspezialisten von DER KREIS. Mit diesen Küchenspezialisten haben Sie jemanden an Ihrer Seite, der weiß, wie aus der Küche die Seele des Hauses wird: Wir denken um die Ecke, die schon immer im Weg war und sind Ihr Partner beim Verwirklichen Ihres Lebensmittelpunkts.

Darauf geben wir Ihnen unser Herz.